Mittwoch, 27. Oktober 2010

Fahrradfahren nach Harvard

Am letzten Sonnabend fand die "Head of the Charles", eine Ruder Regatta auf dem Charles-River in Boston statt. Dies war für uns ein weiterer Anreiz endlich mit dem Fahrrad den schon mal erwähnten Minute Man Bikeway nach Boston zu fahren. Schnell für Robert noch ein Fahrrad gemietet und dann ab auf den Asphalt. Entlang bunter Bäume abseits der Straßen bis nach Cambridge zum Harvard-Campus. Dieser ehrwürdige Fleck Erde versprüht ein Mischung aus elitärem und studentischem Leben. Verweise auf ehemalige Studenten in Politik und Wirtschaft verstärken dann wieder den Eindruck der Elite. Die Kosten eines solchen Studiums sprengen unser deutsches Vorstellungsvermögen. Hinzukamen dann Episoden wie die der Bibliothek: " Ein Absolvent namens Widener macht sich 1912 nach seinem Abschluß auf eine Europareise, sammelt und kaufte ein Reihe historischer Bücher, fährt schnell zurück, nimmt dafür die Titanic und erleidet, wie ja bekannt ist, Schiffbruch. Da er in der First Class reist, hat er natürlich Anspruch auf ein Rettungsboot. Er will aber noch zurück in die Kabine, um seine wertvollen Bücher zu holen und findet an Deck leider keine Rettungsboote mehr. Die trauernde Mutter spendet dann an die Harvard Uni 2 Mio $ für den Bau einer Bibliothek mit 3 Auflagen. 1. Die Bibliothek darf nicht umgebaut werden 2. Jeder Absolvent muß einen Schwimmtest ablegen und 3. es gibt einen Leseraum, den nur zwei Personen betreten dürfen: eine Person die für frische Blumen sorgt und der Geist ihres verstorbenen Sohnes. Die erste Bedingung sorgt dafür, dass die Bibliothek unterirdisch erweitert wurde und zwar auf 5 Stockwerke. Die zweite Bedingung wurde durch ein Gesetz in Massachusetts aufgehoben, das keine Benachteiligung Behinderter erlaubt. Zur dritten Bedingung will ich mich nicht äußern." Wenn man die Harvard Uni nüchtern betrachtet, erinnert das Gelände stark an das St. Joseph Krankenhaus in Weißensee - naja so ähnlich jedenfalls.

Dann weiter zum Charles River, wo uns ein buntes Treiben von Fressbuden und
Musik erwartet. Viele Leute schlendern einfach die Promenade entlang und schauen den Ruderern zu, die in etlichen Kategorien mit über 1000 Ruderern starten. Die Regatta wurde dieses Jahr zum 46.mal ausgetragen und geht über 3 Meilen.

Da viele Straßen gesperrt waren, waren wir mit unserem Fahrrad ideal unterwegs, da Autofahren in Bosten selbst am Wochenende und ohne Sperrungen keinen richtigen Spaß macht.

Ein paar Fotos wie immer über den Link ganz oben. - Thomas

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