Jetzt liegt die Weihnachtszeit schon wieder hinter uns. Wir hatten einen wunderschönen Weihnachtsabend in einer evangelischen Kirche mit Kerzenschein, Theaterstück, Weihnachtsliedern und Besinnlichkeit. Danach sind wir zu Freunden zum Dinner gegangen und haben einen richtigen Spieleabend mit einer weiteren Familie verbracht. Wer hätte gedacht das das in den USA möglich ist. Fast wie bei uns zu Hause in Berlin. Aber auch nur fast.

Da in den USA der Urlaubsanteil und die Verteilung der Schulferien begrenzt ist, habe wir die Weihnachtsferien (1 Woche) genutzt und sind nach Kanada zum Skifahren gereist. Damit sind wir auch wirklich um Stunde dem nahenden Blizzard entkommen, der ab dem 2 Feiertag dann im Nordosten sein Unwesen trieb. Höflich sollte man sagen das dies nicht gerade die Alpen waren. Aber nach 2 Jahren Skipause war es wieder sehr schön, auf den Brettern zu stehen und die nicht extrem steilen Hänge herunter zu fahren. Wie gesagt kein Vergleich mit Söll oder Elmau, aber trotzdem schön. Da wir Kombi-Skipässe hatten, die von 3pm - 6pm des nächsten Tages gültig waren, konnten wir auch mal einen Vormittag aussetzen und trotzdem ab dem Nachmittag wieder fahren. Die Pisten waren alle sehr gut beleuchtet in der Nacht. An einem dieser Vormittage habe wir auch Montreal besucht, eine ehemalige Olympiastadt, die ein sehr interessantes Flair versprüht. Sehr Europäisch, es wird fast ausnahmslos französisch gesprochen und sie ist nach Paris die größte "französisch-sprechende" Stadt der Welt. Ich weiß, irgendetwas finden die hier immer, was das größte, höchste oder beste ist. Dennoch muß man sagen, obwohl wir nur 4 Autostunden von Boston entfernt waren, stellt man einen erheblichen Unterschied zu den Leuten fest. Sie wirken gebildeter, legen mehr wert auf ihr Äußeres und sind nicht übertrieben freundlich. Montreal bietet auserdem ca. 32km unterirdische Passagen, die die verschiedenen Malls und Metro-Stationen verbinden. Da könnte man auch bei ungemütlichsten Wetter Bummeln gehen. Montreal ist nämlich auch für einen besonders kalten Wind bekannt.

Wie alle anderen sicher auch, konnten unsere Kinder dem Schulanfang im neuen Jahr auch nicht entgehen und sind nun wieder voll im Schulrythmus eingestellt. Das war nach der ersten wirklichen Pause in diesem Schuljahr für uns nicht ganz leicht. Die verbliebenen Schneeberge des letzten Blizards könne auch nicht als Argumentation für einen Schneetag (Schulfrei wegen starken Schneefalls) verwendete werden. Gestern ist wieder stärkerer Schneefall angekündigt worden, und prompt hat die Direktoren der Schule, natürlich vom Band, bei allen Eltern angerufen und die Möglichkeit beschrieben, das die Kinder eventuell früher nach Hause geschickt werden. Aktuelles möge man dem lokalen Fernsehsender entnehmen. Da kann man nichts sagen - sehr Service-orientiert.
Zum Schluß wünschen wir natürlich nochmals allen ein gesundes und gesegnetes 2011. Wir denken an Euch und freuen uns auf ein Wiedersehen im Sommer. - Thomas