Hier in Bedford fand an diesem Wochenende einer der Höhepunkte des kleinstädtischen Lebens statt - der Bedford Day. Bei diesem Ergeignis wird alljährlich der Bedford flag gedacht, die eine der ältesten erhältenen Fahnen in den USA darstellen soll. Drumherum wurde ein Volksfest mit "Parade" den hiesigen Feuerwehr- und Polizei Fahrzeugen, der Baufirmen und vieler Vereine und natürlich Parteien aufgebaut. Sämtlicher Clubs und Vereine waren mit Ständen vertreten. Angefangen beim Verein zum Schutz der älteren Bürger, über sämtlichen Schulen und Sportvereine, bis zur breiten Palette des religiösen Lebens; Katholiken, neben Buddhisten und allen anderen Facetten. Nicht zu vergessen die Lokalen Parteigrößen die sich in einer unglaublich ekeligen Art angebiedert haben. Da paart sich die amerikanische Freundlichkeit mit knallharter Berechnung und dem Lechzen nach Stimmen bei den nächsten Wahlen - koste es, was es wolle. Interessant ist, das Politik und REleigion eigentlich Tabu-Themen in einer Konversation sind, die Leute aber ganz offen ihre Überzeugung öffetnlich zur Schau stellen und sich mit Haut und Haar dafür einsetzen. Einige Bilder dazu findet ihr im Album zum Bedford Day.
Wir haben aber auch ein wassersportliches Highlight geniessen können. Unser Nachbar Neil ist stolzer Besitzer eines Jet-Ski und hat uns auch gleich angeboten eine Spritztour auf dem Concord River zu unternehmen. Da das Wetter derzeit langsam in Richtung Herbst umschlägt haben wir einen der letzten Tage mit 30 Grad nochmal genutzt und sind auf zum Concord River gefahren. Das ist ca. eine 1/2 Meile von unserem Haus entfernt. Dieser Fluss schlängelt sich im Übrigen an weiteren Vororten von Bosten entlang. Sowohl Nici und Consti sind dann mit Neil gefahren und durften in einer zweiten Runde sogar selbst steuern. Zugegeben etwas laut, aber ein Super-Spaß. Sogar ich durfte mit zu Neil auf den Jet-Ski. Wir hätten es eigentlich ahnen müssen, als wir gleich am Steg das Gleichgewicht verloren haben. Jedenfalls sind wir so richtig über den Fluß geheizt und wollten dann den finalen "U-Turn" machen, um zurückzukehren. Dabei hat es mich seitwärts hersugetragen und schön über das Wasser geschleudert, bis ich im Schlamm am Ufer zum liegen kam. Neben mir tauchte dann auch Neil auf. Wir haben uns also durch den Schlamm zum Jet-Ski durchgeschlagen, der im Fluss etwas beleidigt rum schwamm. Die nächsten gefühlten 2h haben wir damit verbracht, um Wasser wieder auf das Gefährt zukommen. Das ist alleine alles kein Problem, nur sobald der zweiter jeweils aufstieg, gab es eine Super Wasserrolle. Die Reiher am Ufer haben warscheinlich einen Lachkrampf bekommen. Irgendwann soind wir dann an ein Ufer gekommen, an dem man auch stehen konnte und dort waren wir auch erfolgreich. Auf dem Rückweg haben wir dann die Ausrede vorberereiten und uns etwas von "River-Sharks" ausgedacht. Hat fast funktioniert. Angela wollte inzwischen schon fast die Coast-Guard rufen.
Trotzallem ein riesen Spaß, vorallem als ich dann alleine fahren durfte. - Thomas
Sonntag, 26. September 2010
Sonntag, 19. September 2010
Ich dachte mir, dass ich mich vielleicht auch melden sollte. Immerhin ist das mein blog:).
Also; der Unterricht ist hier zwar eigentlich ziemlich einfach, da ich aber immer sehr viel aufbekomme, sitzte ich nach einem 3-stündigen soccer-training bestimmt noch mal 2 Stunden an meinen Hausaufgaben. Meine Schulfächer sind American Perspectives(Englisch), Modern American History, Art of Reading, Fitness Concepts, Algebra, Spanish, Introduction to business and Biology. Die Fächer sind alle sehr interessant, bloß in Algebra und Biology wird Stoff durchgenommen den ich schon vor einem Jahr gehabt habe.
Die High School ist echt klasse, sie hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. In jedem Klassenraum, und das sind an die 70 gibt es mindestens einen Computer und ein magic board, das wie der Touchscreen eines Computers funktioniert. Das Essen ist hier echt gut und es gibt immer eiine große Auswahl an Menüs. Alle sind hier sehr zuvorkommend und bieten einem gleich ihre Hilfe an.
Alles in allem bin ich höchst zufrieden mit den ersten Wochen in der neuen Schule.
Liebe Grüße aus Bedford,MA
Chrissi
Also; der Unterricht ist hier zwar eigentlich ziemlich einfach, da ich aber immer sehr viel aufbekomme, sitzte ich nach einem 3-stündigen soccer-training bestimmt noch mal 2 Stunden an meinen Hausaufgaben. Meine Schulfächer sind American Perspectives(Englisch), Modern American History, Art of Reading, Fitness Concepts, Algebra, Spanish, Introduction to business and Biology. Die Fächer sind alle sehr interessant, bloß in Algebra und Biology wird Stoff durchgenommen den ich schon vor einem Jahr gehabt habe.
Die High School ist echt klasse, sie hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. In jedem Klassenraum, und das sind an die 70 gibt es mindestens einen Computer und ein magic board, das wie der Touchscreen eines Computers funktioniert. Das Essen ist hier echt gut und es gibt immer eiine große Auswahl an Menüs. Alle sind hier sehr zuvorkommend und bieten einem gleich ihre Hilfe an.
Alles in allem bin ich höchst zufrieden mit den ersten Wochen in der neuen Schule.
Liebe Grüße aus Bedford,MA
Chrissi
Freitag, 17. September 2010
Der Einzug ist durch, die Schule ist im Focus!
An Euch treue Leser ganz liebe Gruesse aus Boston.
Die Schule hat uns in Ihren Faengen.
Rein organisatorisch laeuft das hier top.
Nici und Consti werden vom Schulbus gleich hinter unserem kleinen Wald um 7.30 abgeholt, 7.50 Unterrichtsbeginn, Chrissi wird zu 6.50 vor zur Strasse gefahren und auch von einem gelben grossen Bus mitgenommen. Sein Unterricht beginnt 20min eher. Die Schulen sind 7 min von uns entfernt und liegen nebeneinander.
Alle haben Pflicht und Wahlfaecher, wobei Nici im World drumming (Trommeln) und Gourmet gift (Kochen) und Consti im Fach „Einrichten und Gestalten“ ist.
Alle Schulergebnisse/Noten kann ich im Internet abrufen, genauso wie aktuelle Stundenplaene, teilweise Hausaufgaben, E-Mail Adressen der Lehrer, Fehlzeiten der Kinder und Downloads von Unterrichtsfolien. Unglaublich wie transparent das fuer die Eltern ist. Die Klassenstaerke schwankt je Kurs zwischen 13 und 22 Kindern. Noch mal unglaublich. Dazu ein high technical equipment der Schule.
Wir stellten uns die ganze Zeit die Frage, warum hoert man so viel Schlechtes vom amerikanischen Schulsystem. Ich habe nur eine Ahnung- es zeichnet sich ab, dass nur ganz langsam, in vielen kleinen Teilschritten im Stoff vorangegangen wird, aber vielleicht entpuppen sich noch andere Gruende.
Die Schule arbeitet eng mit dem Athletic Club zusammen und offeriert fuer jedes Quartal eine wechselnde Auswahl an Sportarten. Im Winter wird Chrissi vielleicht Skifahren waehlen. Das Extreme daran ist, dass der Sport teilweise taeglich stattfindet, direkt nach der Schule fuer die Kleinen 2h, fuer Chrissi 3h.
Und damit landen wir bei den Hausaufgaben. Sehr viel!, nicht schwer, aber die Aufgabenstellung muss erst mal verstanden werden und die Antwort im Englischen formuliert werden. Somit beschaeftigen wir uns mehr mit Uebersetzen als mit Loesen.
Nici und Consti haben seit dieser Woche anstelle von Spanisch , Englisch fuer Nichtmuttersprachler in einer Gruppe von 4 Kindern, das bringt uns vielleicht schneller auf Kurs. Chrissi hat vom Franzoesisch auf Spanisch gewechselt, weil Franzoesisch so viel hinter seinem Stoff zuruecklag.
Insgesamt haben sich alle 3 Jungs gut eingefunden, das Schulessen schmeckt, die anderen Schueler schreiben schon Briefchen, helfen Ihnen, wann immer Sie Hilfe brauchen und teilweise kommen die Jungs nach Hause und schwaermen von Ihren Lehrern.
Resume: Ein amerikanisch-deutscher Informationsaustausch taete beiden Schulsystemen gut! - Angela
Die Schule hat uns in Ihren Faengen.
Rein organisatorisch laeuft das hier top.
Nici und Consti werden vom Schulbus gleich hinter unserem kleinen Wald um 7.30 abgeholt, 7.50 Unterrichtsbeginn, Chrissi wird zu 6.50 vor zur Strasse gefahren und auch von einem gelben grossen Bus mitgenommen. Sein Unterricht beginnt 20min eher. Die Schulen sind 7 min von uns entfernt und liegen nebeneinander.
Alle haben Pflicht und Wahlfaecher, wobei Nici im World drumming (Trommeln) und Gourmet gift (Kochen) und Consti im Fach „Einrichten und Gestalten“ ist.
Alle Schulergebnisse/Noten kann ich im Internet abrufen, genauso wie aktuelle Stundenplaene, teilweise Hausaufgaben, E-Mail Adressen der Lehrer, Fehlzeiten der Kinder und Downloads von Unterrichtsfolien. Unglaublich wie transparent das fuer die Eltern ist. Die Klassenstaerke schwankt je Kurs zwischen 13 und 22 Kindern. Noch mal unglaublich. Dazu ein high technical equipment der Schule.
Wir stellten uns die ganze Zeit die Frage, warum hoert man so viel Schlechtes vom amerikanischen Schulsystem. Ich habe nur eine Ahnung- es zeichnet sich ab, dass nur ganz langsam, in vielen kleinen Teilschritten im Stoff vorangegangen wird, aber vielleicht entpuppen sich noch andere Gruende.
Die Schule arbeitet eng mit dem Athletic Club zusammen und offeriert fuer jedes Quartal eine wechselnde Auswahl an Sportarten. Im Winter wird Chrissi vielleicht Skifahren waehlen. Das Extreme daran ist, dass der Sport teilweise taeglich stattfindet, direkt nach der Schule fuer die Kleinen 2h, fuer Chrissi 3h.
Und damit landen wir bei den Hausaufgaben. Sehr viel!, nicht schwer, aber die Aufgabenstellung muss erst mal verstanden werden und die Antwort im Englischen formuliert werden. Somit beschaeftigen wir uns mehr mit Uebersetzen als mit Loesen.
Nici und Consti haben seit dieser Woche anstelle von Spanisch , Englisch fuer Nichtmuttersprachler in einer Gruppe von 4 Kindern, das bringt uns vielleicht schneller auf Kurs. Chrissi hat vom Franzoesisch auf Spanisch gewechselt, weil Franzoesisch so viel hinter seinem Stoff zuruecklag.
Insgesamt haben sich alle 3 Jungs gut eingefunden, das Schulessen schmeckt, die anderen Schueler schreiben schon Briefchen, helfen Ihnen, wann immer Sie Hilfe brauchen und teilweise kommen die Jungs nach Hause und schwaermen von Ihren Lehrern.
Resume: Ein amerikanisch-deutscher Informationsaustausch taete beiden Schulsystemen gut! - Angela
Sonntag, 12. September 2010
Finally, we made it!
Wir haben es nun tatsächlich geschafft und sind in unser neues Heim, in Bedford, eingezogen. Am Freitag kamen die Möbelpacker und haben unser Haus gefüllt und unser Heim ausgestattet. Angela hatte alle Hände voll zu tun, die Bestimmungsorte der verschiedenen Kisten und Pakete anzugeben. Am Abend sah alles schon fast wie in Mahlsdorf nur ineinem anderen Haus aus. Und endlich konnten wir wieder in unseren eigenen Betten schlafen. Es fehlt noch an Lampen, Stühlen und kleinen Regalen für die Wandschränke. Aber das wird sicher bald auch erledigt sein.
Zusätzlich haben unsere Jungs nun die erste Woche in ihrer neuen Schule überstanden. Dazu werden sie an dieser Stelle später noch einige Details bereitstellen. Nur soviel, trotz vieler neuer Schüler pro Schuljahr, haben es unsere Jungs irgendwie doch geschafft, gleich bekannt zu werden. The Germans, are in town! Nichlas und Const sind auch geleich als "the german twins" bekannt geworden. Es ist halt doch ein kleines Städtchen hier in Bedford. Chrissi ist ziemlich fertig von seinem täglichen Soccer Training (2,5h). Am Sonntag steht nocheinmal eine Sonder Trainingseinheit an, da danach die Punktspiele beginnen.
Am Freitagabend ist Angela auch gleich noch eingeladen worden, an einem Charity-Abend der Frauen des Ortes teilzunehmen. Was sich zunächst wie die Realsatire von "Desperate Housewives" anhörte, stellte sich als eine Benefiz Veranstaltung der Frauen heraus, um für in Not geratene Familien des Ortes zu spenden oder andere Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung zu finden. Jeder hat dazu etwas zu Essen mitgebracht und das wurde dann unter viel Geplaudere vernascht. Angela wirde ihre Eindrücke sicher noch einmal genauer beschreiben. Jedenfalls hat sie viele Mütter kennengelernt und Kontakte knüpfen können. Wir packen jetzt weiter aus und kümmern uns um die Hausaufgaben. Die werden hier nämlich "extremely serious" genommen. - Thomas
Samstag, 4. September 2010
Back to School - Vorbereitungen
In sämtlichen Geschäften gibt es derzeit den "Back to School" Sale. Diese Schilder kündigen unmissverständlich das Ende der Ferienzeit an. Inzwischen sind die Jungs nicht nur in den Schulen angemeldet, sondern auch im Athletic Club der direkt nach der Schule die gewählten Sportarten leitet.
Niclas und Constantin sind ab nun Footballer, nicht zu verwechseln mit Soccer, dafür hat sich Chrissi für Soccer entschieden. Das Equipment wird weitestgehend von der Schule gestellt, zu den Spielen werden die Jungs mit einem Bus gefahren und Training findet jeden Schultag (1,5h) auf dem Schulgelände statt. Denn wie uns gesagt wurde "We're taking our sport serious!"
In Nici's und Consti's Mannschaft ist Ryan, auch Zwilling, sehr nett und wohnt wenige Straßen von uns entfernt. Nicht nur von Ryan's Eltern haben wir sofort Telefonnummer und Hilfsangebote bekommen, eine hier sehr übliche Geste. Man wird schnell als neue Nachbarn oder neues Kind in der Schule angesprochen, anderen vorgestellt und Hilfe angeboten.
Wenn wir zu unserem Haus fahren, sprechen wir von "unserer Farm", das ist sie mit ihren Pferdekoppeln den Hasen, Streifenhörnchen und der Wiese und dem Wald ja auch. Der Container kommt erst nächsten Freitag an. So bleiben wir in unserem Hotel, was aber, typisch amerikanisch-großzügig eine 3 Zimmer Suite mit offener Küche ist. Da muss ich zwar kein Frühstück zubereiten, dafür aber die Familie zur Schule und zur Arbeit fahren.
Heute wurde auf den Highway-Schildern "Hurrican Warning" agezeigt, denn "Earl" kam auf Boston zu. Da wir Cape Cod schon verlassen haben, bekamen wir aber nur etwas Regen ab. Ab Montag soll es schon wieder 27 Grad und Sonne geben.
Wir sind also alle auf den Schulstart gespannt, genießen aber erst das lange Wochenende, denn Montag ist "Labor Day".
Seit alle gegrüßt - Angela
Donnerstag, 2. September 2010
Cape Cod Vacation
Das hat jetzt leider etwas gedauert, aber 2 von 2 Laptops haben ihren Dienst verweigert. In der Zwischenzeit habe wir 3 der vielleicht 4 Regentage dieses Sommers auf Cape Cod erlebt. Allerdings haben wir auch ein fantastisches Wal-Erlebnis, eine super Fahrrad-Tour durch das Nature Reserve, tolle Wellen und endlich Entspannung gefunden. Einige Fotos davon findet Ihr wie üblich unter unserem Foto-Link.
Jetzt heißt es wieder Arbeiten für mich und zwar vom Office aus und da wir erst ein Auto haben, spielt Angela für mich den Chauffeur. Der Rest der Familie ist dann in unserem neuen Heim unterwegs, säubert schon mal bzw. genießt die Vorzüge unserer Hutchins-Farm (Tennis und Pool), da die Schule in unserem County erst nach dem "Labor Day" am 7. Sept. beginnt. Eine kleine Galgenfrist also für unsere Jungs, die heute das erstemal, zunächst als Zuschauer, an einem Football Training ihrer Middle School teilgenommen haben. Am letzten Wochenende haben wir dann eine Sightseeing Tour durch Boston unternommen. Eine wirklich fantastische Stadt, die sehr viel von London und manchmal so gar nicht an Amerika erinnert, obwohl sie dann ein anderes mal fast alle Stereotypen Amerikas bedient. Wir sind gespannt darauf, nach diesem Überblick mehr im Detail zu sehen.
Aktuell werden hier sämtliche Nachrichten vom Hurricane "Earl" bestimmt, der sich auf Boston zubewegen könnte, wohl aber eher nur Cape Cod treffen wird - da freue ich mich aber über nur 3 Tage Regen.
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